ChatGPT Ads: So wird Werbung in KI-Systemen funktionieren
OpenAI testet derzeit die ersten Werbeanzeigen in ChatGPT. Noch ist Österreich nicht Teil des Rollouts, die Entwicklung zeigt jedoch klar, wohin sich der digitale Werbemarkt bewegt: Künftig wird Werbung nicht mehr nur auf Suchbegriffe, sondern auf die tatsächliche Nutzer*innenabsicht innerhalb einer KI-Konversation ausgespielt.
Wann starten ChatGPT Ads?
Aktuell befindet sich das Werbesystem von OpenAI in einer Testphase.
Bereits verfügbar ist es in:
- USA
- Kanada
- Australien
- Neuseeland
Als nächste Märkte gelten:
- Großbritannien
- Mexiko
- Brasilien
- Japan
- Südkorea
Für Österreich gibt es derzeit noch keinen offiziellen Starttermin. Nach aktuellem Stand dürfte der Markt frühestens 2027 folgen, eine frühere Registrierung für Werbetreibende ist jedoch möglich.

Wie werden ChatGPT Ads aussehen?
Die Werbeanzeigen erinnern an klassische Suchmaschinenanzeigen.
Sie bestehen aus:
- Logo
- Überschrift
- Kurzbeschreibung
- Call-to-Action-Link
Die Anzeigen werden unterhalb der Antwort angezeigt und klar als Werbung gekennzeichnet.
Die eigentliche Antwort von ChatGPT bleibt davon unberührt.
Wie funktioniert das Targeting?
Der größte Unterschied zu klassischer Online-Werbung liegt im Targeting.
Während Suchmaschinen einzelne Keywords analysieren, berücksichtigt ChatGPT den gesamten Gesprächsverlauf.
Dabei fließen unter anderem ein:
- Inhalt der Konversation
- Sprache
- Land
- bisherige Anzeigeninteraktionen (bis zu 30 Tage)
Zusätzlich können Werbetreibende sogenannte Context Hints definieren. Damit beschreiben sie die Gesprächssituationen, in denen ihre Werbung erscheinen soll.
Wer beispielsweise Restaurants bewirbt, kann gezielt Nutzer*innen erreichen, die nach einem günstigen, vegetarischen Restaurant in ihrer Umgebung suchen.

Welche Werbung wird ausgeschlossen?
OpenAI plant bereits zum Start umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen. Keine Werbung soll unter anderem bei folgenden Themen erscheinen:
- Gesundheit
- Politik
- sensible persönliche Lebenssituationen
Außerdem sollen Personen unter 18 Jahren keine Werbung erhalten. Nutzer*innen können Anzeigen außerdem ausblenden oder melden.
Was werden ChatGPT Ads kosten?
Offizielle Preise wurden bislang nicht veröffentlicht.
Erste Schätzungen gehen jedoch von folgenden Größenordnungen aus:
- CPM zwischen 40 und 80 US-Dollar
- CPC zwischen 5 und 10 US-Dollar
Besonders hochwertige Platzierungen mit konkreter Kaufabsicht dürften entsprechend teurer werden.
Welche Bedeutung haben ChatGPT Ads für Unternehmen?
ChatGPT Ads werden den klassischen Suchmaschinenmarkt nicht ersetzen. Sie schaffen aber einen völlig neuen Werbekanal.
Statt Suchbegriffe zu buchen, können Unternehmen künftig Menschen erreichen, die sich bereits intensiv mit einem Thema beschäftigen und aktiv nach einer Lösung suchen.
Gerade für erklärungsbedürftige Produkte oder Dienstleistungen eröffnet das interessante Möglichkeiten im oberen und mittleren Bereich des Marketing-Funnels.
Fazit
Mit ChatGPT Ads beginnt eine neue Phase der digitalen Werbung.
Nicht mehr Keywords stehen im Mittelpunkt, sondern die tatsächliche Absicht der Nutzer*innen.
Auch wenn Österreich noch auf den offiziellen Start warten muss, sollten Unternehmen die Entwicklung aufmerksam verfolgen. Wer sich früh mit den Möglichkeiten generativer Suchsysteme beschäftigt, verschafft sich einen Vorsprung – sowohl im Bereich Generative Engine Optimization (GEO) als auch künftig bei KI-gestützter Werbung.
FAQ
Wann starten ChatGPT Ads in Österreich?
Ein offizieller Termin wurde noch nicht veröffentlicht. Aktuell wird ein Start frühestens 2027 erwartet.
Wo erscheinen die Anzeigen?
Die Werbung wird unterhalb der ChatGPT-Antwort angezeigt und klar als Anzeige gekennzeichnet.
Wie funktioniert das Targeting?
Die Ausspielung basiert auf der Nutzer*innenabsicht innerhalb einer Konversation sowie auf Sprache, Standort und bisherigen Anzeigeninteraktionen.
Können Unternehmen sich bereits registrieren?
Ja. OpenAI bietet bereits eine Warteliste für Werbetreibende an.
Welche Rolle werden ChatGPT Ads im Marketing spielen?
Voraussichtlich werden sie vor allem im Top- und Mid-Funnel eingesetzt und klassische Suchmaschinenwerbung sinnvoll ergänzen.