Der November ist vergleichsweise leise – eher unaufgeregt und unspektakulär, aber ehrlich. Es wird noch kein Neujahrsoptimismus verbreitet und der Trubel des Sommers ist längst vorbei. Ein Monat wie ein Zwischenton – vielleicht gefällt er mir gerade deshalb so gut.
Für mich ist im November jedes Jahr die Zeit, in der ich nicht nur zurückblicke, sondern bewusst dankbar bin.
Nicht, weil Dankbarkeit neuerdings als Führungskompetenz gehandelt wird oder weil´s gut in den Newsletter passt. Sondern, weil ich tief davon überzeugt bin:
Dankbarkeit ist eine Entscheidung, die vieles verändert.
Ich bin dankbar, dass wir ein Team haben, das nicht nur bestens funktioniert, sondern sich gegenseitig stützt.
Dass die Menschen bei AboutMedia nicht Dienst nach Vorschrift machen, sondern gemeinsam gestalten.
Ich bin dankbar für Partner*innen, die ihr Vertrauen schenken sowie für Kund*innen, die mitdenken, mitdiskutieren und mit uns ein Stück des Weges gehen.
Ich bin dankbar für Beständigkeit – und ebenso für Veränderung.
Für Routinen, die noch immer tragen und für neue Perspektiven, die uns fordern.
Ich bin sogar ehrlich dankbar für Rückschläge – denn sie zeigen, wo wir noch besser werden können.
Das klingt pathetisch? Zugegeben, ja.
Aber in einem Wirtschaftssystem, das von Wachstum, Output und Optimierung getrieben ist, ist Dankbarkeit fast schon ein radikaler Widerspruch.
Weil sie uns zwingt, innezuhalten und den Blick darauf lenkt was da ist – nicht nur auf das, was fehlt.
Natürlich planen wir immer weiter – Forecasts, Ziele, Budgetierungen.
Aber bevor das neue Jahr beginnt, möchte ich nochmals in aller Deutlichkeit sagen:
Danke für die ersten 15 Jahre!
An alle, die Teil dieser Reise sind. An die, die mitgedacht, mitgemacht und mitgetragen haben. Und an die, die kritisiert, gefordert und widersprochen haben – auch das ist ein Geschenk.
Der November ist kein „Glitzermonat“, aber er leuchtet auf seine besondere Art. Und da schließt sich der Kreis wieder – der November blendet nicht, er ist einfach ehrlich.
Herzliche Grüße
Eugen