Heute lernt der AboutNews-Reporter die Allrouderin Claudia kennen. Bei AboutMedia ist sie diejenige, die immer die Augen für Neues offenhält. Hier ein paar Insider-Tipps von Claudia.

Reporter: Hallo Claudia! Vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview genommen hast.

Claudia: Hey! Ja, sehr gerne.

 

R: Wir wollen heute über deine Tätigkeiten oder besser gesagt über deine Fähigkeiten sprechen, die du bei AboutMedia einbringst. Als ich letzte Woche bei euch war, ist mir schon zu Ohren gekommen, dass du offenbar die Allrounderin des Teams bist?!

C: Stimmt genau! Mein Wissen und meine Aufgabenbereiche sind tatsächlich breit gefächert.

R: Das bedeutet?

C: Hmmm, wo soll ich anfangen? Generell würde ich mich wahrscheinlich eher in der organisatorischen Sparte sehen. Von Angebotslegung bis Rechnungserstellung über Publisher-Betreuung und Produktentwicklung, bis hin zum Kampagnenmanagement fällt so gut wie alles in meinen Tätigkeitsbereich. Außerdem versuche ich mich selbst immer weiterzubilden. Das ist natürlich ein „Muss“ in unserer Branche. Ach ja! Und wenn wieder alle Stricke reißen, dann betätige ich mich auch gerne mal als Handwerkerin. Dann repariere ich auch mal die Kaffeemaschine. (lacht)

R: Wow, das klingt wirklich nach einem vielfältigen Aufgabenbereich. Mich würde zunächst noch interessieren, was genau man sich unter dem Begriff Kampagnenmanagement vorstellen kann.

C: Im Bereich des Kampagnenmanagements arbeite ich mit den unterschiedlichsten Tools. Unser AdServer ist natürlich mein wichtigstes Werkzeug, aber ich verwende auch oft andere Technologien, beispielsweise für die Abwicklung von Datendeals und programmatischen Ein- und Verkäufen. Ich gehe der Einfachheit halber mal auf den AdServer ein. Mithilfe des AdServers kann ich Kampagnen buchen und optimieren. Diese Optimierungsmaßnahmen erfolgen natürlich mehrmals täglich. Das heißt, ich kontrolliere kontinuierlich alle Kampagnen, und achte darauf, dass die AdImpressions (=Sichtkontakte) gleichmäßig verteilt ausgeliefert werden. Manchmal möchte ein Kunde aber nach anderen Kriterien optimieren, wie zum Beispiel der Klickrate oder der Visibility. Dann optimiere ich natürlich dahingehend.

R: Und woher wissen die Kunden, welche AdImpression eine hohe Klickrate erzielt hat?

C: Alle Kunden erhalten von uns detaillierte Reports, Analysen und Empfehlungen. Das Ganze ist sehr transparent gehalten, denn wir wollen die Kunden natürlich in ihrem Entscheidungsprozess begleiten und unterstützen.

 R: Was genau beeinflusst denn die Klickrate?

C: Das kann man schwer verallgemeinern, aber es gibt schon ein paar Schlüsselfaktoren, an denen man sich orientieren kann. Zum Beispiel hängt die Klickrate von dem Volumen und dem Umfeld ab, auf welcher Plattform das Werbemittel ausgespielt wird. Ist ein Datensegment hinterlegt, dann ist die Klickrate normalerweise deutlich höher, weil die Zielgruppe direkt angesprochen wird und es zu weniger Streuverlusten kommt. Auch hängt die Klickrate von den bespielten Kanälen ab. Wird das Werbemittel in Kombination auf mehreren Kanälen ausgespielt, dann sind die Klickraten und auch die Werbewirkung deutlich höher.

R: Und wie sieht eine gute Klickrate beispielsweise aus? Kannst du mir hier ein paar Werte nennen?

C: Bei Location Based Advertising beläuft sich die durchschnittliche Klickrate auf circa 0,77%. In manchen Branchen, wie zum Beispiel im Automotiv-Bereich liegt diese sogar bei 0,86%. Bei einer normalen Displaywerbung (also, wenn die Werbemittel auf Desktop und Mobil ausgespielt werden), dann liegt der durchschnittliche Wert bei 0,61%. Sind Daten hinterlegt, dann kann es auch schon zwischen 1,00% und 2,00% liegen. Das ist natürlich auch vom Werbemittel abhängig und von der Zieldefinierung der Kampagne. Bei einer reinen Brandingkampagne optimiert man auf Reichweiten und nicht auf Klicks. Dort wäre eine Klickrate von 0,1% schon durchaus passabel.

R: Alles klar. Das klingt sehr zeitintensiv, woran arbeitest du noch zurzeit?

C: Ja, aber es macht Spaß. Das Schöne daran ist, dass keine Kampagne der anderen gleicht und es immer eine Herausforderung ist das Beste aus einer Kampagne herauszuholen. Zurzeit beschäftige ich mich sehr mit dem Thema Programmatic und evaluiere ein paar innovative Produkte wie zum Beispiel die Voice Ad Technologie. An diesen Themen bin ich sehr interessiert, aber darauf ausführlich einzugehen würde nun wirklich den Rahmen sprengen.

R: Da du dich in diesem Feld offenbar sehr gut auskennst, schließe ich jetzt mal daraus, dass du schon länger in der Branche tätig bist?

C: Das ist korrekt. Ich bin schon seit über 15 Jahren in der digitalen Industrie tätig. Dabei war ich vor allem mit den Schwerpunkten Tourismus und Gaming beschäftigt. Ich kenne sowohl die Seite der Agenturen als auch die der Kunden, deswegen kann ich mich auch so gut in die Lage unserer Kunden versetzen.

R: Dann hast du ja einen großen Teil der Entwicklung dieser Branche mitbekommen.

C: Auf jeden Fall, aber genau darauf kommt es auch an. Ich lerne gerne dazu und entwickle mich immer weiter. Bei AboutMedia habe ich endlich die abwechslungsreiche Tätigkeit gefunden, die ich mir gewünscht habe. Hier kann ich mein Wissen und mein Können in den verschiedensten Bereichen einbringen und immer mehr Insights auch in andere Branchen erhalten. Einfach spannend!

R: Worin, würdest du sagen steckt der Kern deiner Arbeit?

C: Meine Arbeit verlangt eine gewisse „Detailverliebtheit“ ohne jedoch den Gesamtüberblick zu verlieren.

R: Zusammenfassend kann man sagen, dass du dich sehr mit den Zukunftsaussichten der digitalen Branche auseinandersetzt?

C: Stimmt. Dementsprechend besuche ich auch viele Veranstaltungen und bilde mich immer weiter.

R: Wie wird die Zukunft der digitalen Branche aussehen? Was wird sich durchsetzen, was eher nicht?

C: Da wage ich keine Prognose zu treffen. So schnelllebig wie unsere Branche ist, kann ich nur sagen: Das Internet wird sich weiter durchsetzen. (lacht)

R: Du sprachst auch von Weiterbildung und Veranstaltungen, die du regelmäßig besuchst. Wo warst du zuletzt und was konntest du dort Neues lernen?

C: Die letzten Veranstaltungen waren die Programmaticon und die Influencer Night der WKO. Die Programmaticon war super spannend mit vielen Vorträgen gefüllt mit lauter Neuigkeiten. Hier haben mir nach den 3 Tagen schon die Ohren geblutet, aber das war es wert. Die Influencer Night der WKO war leider etwas enttäuschend.

R: Warum?

C: Ich denke, dass viele Besucher mit einer anderen Erwartungshaltung zu dem Event gekommen sind. Die 5 eingeladenen Influencer kamen beim Panel nicht wirklich zu Wort, was ich persönlich sehr schade fand. Schließlich ging es darum ihr Know How in Erfahrung zu bringen um das wiederum mitzunehmen und in unseren täglichen Arbeitsalltag einfließen zu lassen.

Leider konnte ich für mich keinen Mehrwert aus der Veranstaltung mitnehmen. Aber so ist das. Ab und zu gibt es auch weniger spannende Events. Man muss halt alles ausprobieren und schauen wo man etwas dazulernen kann. Zum Networking war das Event aber allemal geeignet.

R: Na gut, wir sind auch schon wieder am Ende des Interviews. Vielen Dank dafür!