Laptop und Smartphone mit großem Fragezeichen

Eine Aussage die jedes Medium, jeder Vermarkter und jede Agentur in der Kundenkommunikation immer wieder hört: „Ich sehe meine Werbung nicht.” Wir haben zusammengefasst, warum insbesondere junge Online-Werber Geld für Werbung zahlen, die sie dann nicht selbst sehen.

Ganz im Gegensatz zu Print oder Außenwerbung wird bei Online-Werbung nach Sichtkontakten abgerechnet. Was nicht ausgeliefert bzw. technisch gemessen dargelegt wird, wird auch nicht bezahlt. Der Nachteil ist allerdings, der Sichtkontakt, d. h. dessen technische Messung, ist nur über einen Report bzw. Endbericht belegbar.

Deswegen sehen Werber ihre eigene Online-Werbung nicht:

Nicht in der Zielgruppe

Es ist gar nicht selten der Fall, dass die*der Auftraggeber*In gar nicht Teil der geplanten Zielgruppe ist. Wenn die 47-jährige Auftraggeberin aus Graz als Zielgruppe “junge Männer aus Salzburg” definiert hat, gibt es gleich 3 Gründe, warum sie die Kampagne nicht sehen dürfte.

Technische Limitation

Werbemittel die nur über mobile Endgeräte (Smartphones) ausgeliefert werden sollen, sind auf einem Desktop PC nicht sichtbar. So kann zum Beispiel eine Kampagne, die mit GPS-Targeting ausgeliefert wird, nicht auf einem Stand PC gesehen werden.

Nicht jede Werbeform ist zusätzlich auf jeder Website sichtbar: So wird man eine open programmatic Kampagne nicht auf ORF.at sehen und ein Interstitial nicht auf 1000ps.at.

Limitiertes Budget

Einer der häufigsten Faktoren ist allerdings das Budget. So wird eine € 10.000,- Kampagne, welche 10 Tage in Salzburg Stadt ausgeliefert wird, jeden Tag mit € 1.000,- Budget auf über 150.000 Einwohner*innen ausgesteuert. Entsprechend könnte z. B. jede*r Salzburger*in mit € 0.007, oder 10.000 Personen mit rund 10 Sichtkontakten, geplant werden. Damit würde man aber 140.000 Personen gar nicht erreichen. Eine gute Planung versucht daher eine kleinere Gruppe öfters aber gezielter anzusprechen. Pfeil und Bogen anstatt Gießkanne ist die Devise.

Und trotzdem gibt es dazu auch gute Nachrichten:

  • Die Zielgruppe ist (meistens) nicht der*die Auftraggeber*in.
  • Bezahlt wird nur was geliefert wird.
  • Es ist auch möglich, den*die Auftraggeber*in zur Zielgruppe zu machen.