Mediennutzung Weihnachten

Weihnachten hat verschiedene Bedeutungen. Je nach individueller Erfahrung, Prägung, Vorliebe und Persönlichkeit ist der Stellenwert für jeden anders. Diese Zeit ist also nicht für alle gleich und Social Media schon gar nicht. Das zeigt auch die Mediennutzung zu Weihnachten. Aber für die meisten hat diese Zeit, zumindest in unseren Breiten, drei Merkmale: Emotionaler Ausnahmezustand, mehr Freizeit und wenig Tageslicht. Die Frage stellt sich: Kann man das als Unternehmen und wenn ja, dann wie, in der Kommunikation zum Vorteil nutzen?

Egal wie genau die Weihnachtzeit sich gestaltet, die meisten von uns sind früher oder später in den sozialen Medien unterwegs. Nachweislich verbringen die User mehr Zeit in den sozialen Netzwerken: an Sonn- und Feiertagen, bei Schlechtwetter und in Zeiten wie diesen so und so. Gerade durch die Pandemie hat sich unsere reale Lebenswelt mehr in die virtuelle Welt verschoben, rapider als die Trendforschung davor noch annehmen konnte.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist evident, dass Weihnachten zu den absatzstärksten Jahreszeiten gehört und viele Unternehmen höhere Werbebudgets frei machen. Es ist entscheidend, ob bzw. wie relevant der jeweilige Online-Auftritt für die User ist. Somit ergibt sich die Frage: wie ist die Mediennutzung zu Weihnachten?

Zu Weihnachten sind User aktiver in sozialen Netzwerken

Im Zuge einer Studie im Jahr 2017 gaben 59 Prozent an, in der Adventszeit viele Weihnachtsgrüße über die sozialen Netzwerke zu bekommen. Ein Drittel (34 Prozent) verschickt zu Weihnachten lieber selbst online ein paar nette Worte, anstatt traditionelle Weihnachtskarten zu schreiben. Bei den Männern (38 Prozent) ist das stärker ausgeprägt als bei Frauen (30 Prozent). Jeder vierte User (24 Prozent) gibt aber auch an, über die Weihnachtsfeiertage allgemein aktiver in den sozialen Netzwerken zu sein und zumindest regelmäßiger über die Pinnwand zu scrollen als an allen anderen Tagen des Jahres. 22 Prozent teilen online, auch gerne über die traditionellen Weihnachtsgrüße hinaus, Erlebnisse mit Familie, Freund*innen und Kolleg*innen.

Was bedeutet das für Unternehmen bezüglich der Planung von Kampagnen?

Für weihnachtliche Verkaufsoffensiven stehen die diesjährigen Feiertage schon vor der Türe. Aber, wie wir wissen: Nach dem Kauf ist vor dem Kauf. Mit einem effizienten After-Sales-Management können zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: mit Kund*innenservice (also nach dem Kauf zu betreuen) und Cross-Selling, beispielsweise um erneute Käufe anzuregen.

Auch auf eine zeitgerechte und maßgeschneiderte Content-Planung kommt es an. Das bedeutet eine vorausschauende Erstellung von Postings, Beiträgen und Anzeigen.

Selbst wenn Unternehmen über die Feiertage keine Aktionen posten wollen, ist es immer sinnvoll, präsent zu sein. Dies erfolgt beispielsweise durch Beiträge als Rückschau ebenso wie auch als Information, z. B. bezüglich der Erreichbarkeit während der Feiertage bzw. der Ankündigung von Betriebsurlauben.

 

* Quelle: Marktforschung.de
Für die Studie wurden 1.010 Personen ab 14 Jahren, darunter 601 Social-Media-Nutzer*innen zu ihrem Verhalten zur Weihnachtszeit befragt.