Online-Vermarkterkreis im iab austria sieht starkes Digitalwachstum. Antizyklische Werbung hilft der gesamten Wirtschaft und gehört zum guten Krisenmanagement.

Die Nutzung der heimischen Publishersites geht durch die Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung zur Eindämmung der COVID-19-Verbreitung durch die Decke. Der Online-Vermarkterkreis im interactive advertising bureau austria nennt, nach einer Blitzumfrage bei heimischen Medienunternehmen, Zuwachsraten zwischen 300 und 400 Prozent. Die Startseite von ORF.at, Österreichs größtem Nachrichtennetzwerk, verzeichnet aktuell rund neun Millionen Zugriffe pro Tag; das digitale ORF-Videoangebot wird 23 Millionen Minuten täglich genutzt. Ähnlich verhalten sich die Zahlen quer durch die heimische Medienlandschaft, die mit ihren Digitalangeboten unaufgeregten, verlässlichen und topaktuellen Journalismus bietet und die Menschen seriös mit allen Informationen zu den aktuellen Entwicklungen versorgt. In diesem relevanten Qualitätsumfeld steigt die Wahrnehmung der Digitalwerbung massiv an. Derzeit zeigt sich deutlich, dass die Menschen für verlässliche Nachrichten die Plattformen der U.S.-Digitalgiganten verlassen und geprüfte Informationen auf seriösen Publisherportalen konsumieren.

Auch nach der Krise werden wieder Autos gekauft und Urlaube gebucht: Antizyklische Werbung ist das Gebot der Stunde

„Das Hilfspaket in der Höhe von 38 Milliarden Euro der österreichischen Bundesregierung gibt der Wirtschaft in dieser besonderen Situation wieder Planungssicherheit und nimmt den Menschen finanzielle Sorgen. Der Konsum wird in manchen Branchen sprunghaft ansteigen. Antizyklische Werbung ist das Gebot der Stunde, um das COVID-19-bedingte Tal rasch wieder zu verlassen. Digitalwerbung bietet ein noch nie dagewesenes Umfeld dazu. Kluge Marketer blicken jetzt in die Zukunft und sehen Werbung zum richtigen Zeitpunkt als erfolgreiches Krisenmanagement“, appelliert Eugen Schmidt (AboutMedia), Leiter des Online-Vermarkterkreis im iab austria an die werbetreibende Wirtschaft.

Panikmache ist derzeit absolut fehl am Platz. Behauptungen aus Studien einzelner Branchenverbände, wonach kurzfristige Projekte um 60 Prozent zurückgefahren würden, hält man bei der größten Interessenvertretung der Digitalwirtschaft für beschränkt glaubhaft. Die aktuelle Marktbeobachtung zeigt, dass sehr viele Unternehmen bereits die Chance erkennen und ihre Onlineangebote forcieren. Eine absolut richtige Entscheidung: Der potenziell geringere Konkurrenzdruck ermöglicht schnell handelnden Marketingentscheidern, die Präsenz und Wahrnehmung massiv zu steigern. Sympathiegewinnung, Imageaufbau, Kundenbindung und Neukundengewinn sind nur einige der Aspekte, die aktuell für hohen Werbedruck sprechen. Selbst in Urlaubszeiten werden Medien nicht so aktiv genutzt und haben die Menschen so viel Zeit, sich bewusst mit Inhalten auseinanderzusetzen. Auch Mitarbeitern geben sichtbare Werbeimpulse eine positive Zukunftsaussicht als Teil des Employer Brandings.

„Es wird jetzt gekauft! Das zeigen die enormen Zuwachsraten der Onlinehändler oder auch Amazon, das in den Vereinigten Staaten gerade 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sucht. Das Spielfeld sollten österreichische Unternehmen jetzt nicht den internationalen Multis überlassen, sondern auch in der Werbung auf effizientes Krisenmanagement setzen. Die aktuelle Situation bietet enormes Potenzial, unter den Ersten zu sein, die bei der Rückkehr in die wirtschaftliche Normalität dabei sind“, so Schmidt.